Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 

Webnews



http://myblog.de/linatodd

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Das Leben

Das Leben ist ein seltsames Gefüge aus ungeheuerlichen Ereignissen, die der Mensch nur bedingt beeinflussen und kontrollieren kann. Es gibt die kleinen Dinge, die plötzlich eintreten und das Leben auf einen Schlag, positiv wie auch negativ, verändern oder auch die großen Dinge, die von Anfang an geplant werden, an denen man sich den Rücken krumm arbeitet und manchmal fast daran verzweifeln möchte. Die goßen Dinge sind es dann aber auch, die uns jubeln lassen, wie nach einer gewonnenen Weltmeisterschaft. Das Leben folgt einem Muster, das wir uns selbst stricken - aber nicht ohne Hilfe anderer. Manchmal fällt eine Masche, dann wieder läuft alles wie von selbst.

Was ist das Leben, das Menschen in einer Minute  himmelhochjauzen, in der anderen jedoch wieder den Boden unter den Füßen wegzieht und endlos fallen lässt. Warum erträgt der Mensch herbe Rückschläge und wie viele kann er ertragen? Warum können sich Erwachsene manchmal wie kleine Kinder benehmen? Und warum machen sie es nicht oft genug?

 

15.8.07 01:54


Der Prinz und die B-Frau

Das Leben als Single-Frau ist es in einer Welt wie dieser nicht immer so unbeschwert, wie es anfangs scheinen mag. Mein momentaner Wohnsitz ist New York City, ist nicht nur eine der größten und schönsten Städte der Welt, sondern auch eine der teuersten. Wer es hier schafft seine Miete zu zahlen und zudem auch sonst ein gutes Leben führen kann, ohne ständig die Kreditkarte mit besorgten Stirnrunzeln zu zücken, hat es geschafft und gehört zur gehobenen Schicht. Zudem ist Big Apple eine der Städte mit den meisten Singlehaushalten. Ein schönes Leben für eine attraktive Mittzwanzigerin möchte man meinen. Aber weit gefehlt. Es scheint, als sei die ganze Stadt schwul. Damit will ich nicht sagen, dass ich etwas gegen Schwule habe...nein, nein ... aber auf der Suche nach der geeigneten Partie ist es immer wieder ein Schlag ins Gesicht - mit flacher Hand und doppelter Geschwindigkeit. Es gibt sie natürlich auch, die vielen straighten Männer, nur wo? Man könnte als Frau verzweifeln, wenn es darum geht, den perfekten Gegenüber zu finden. Zum Spaßhaben gibt es viele, aber zum kennenlernen und verlieben? Bin ich von meinen Eltern zu sehr unter Druck gesetzt worden durch das Vorleben einer funktionierenden Beziehung? Bin ich zu anspruchsvoll? Nein, ich denke nicht. Natürlich gibt es auch die glücklichen Singlefrauen, die uns in Sex and the City stets vorgelebt haben, dass Frau nicht unbedingt eine Beziehung braucht, um den Sinn im Leben zu finden. Ich gehörte auch lange zu diesen weiblichen "ich bin auch so glücklich" Geschöpfen. Aber wie lange hält das eine Frau aus? Wie lange kann man allein sein ohne einsam zu werden? Eine Frage, die sich hierbei automatisch aufwirft ist "Zweifelfrage". Liegt es an mir, dass ich keinen Mann finden kann, in den ich mich nicht nur verliebe, sondern auch andersrum und das gleichzeitig? Warum verliebt sich immer der in mich, dem ich keine amoureuse Neigung zusprechen kann? Ist es dann andersrum genau dasselbe? Natürlich gibt es diese Männer, die alles für Frau machen würden, aber leider sind diese nicht DER PRINZ, der eine, der sie erobert. Was ich jetzt aber erst hart realisieren musste, ist die Tatsache, dass ich selber viel zu oft nur ein Frosch war, für den Prinzen, der mich erlösen sollte. Aber was ist das? Woran liegt das, dass dieses Ding namens Beziehung bei vielen einfach funktioniert, bei anderen aber nicht, vielleicht auch nie? Kann man sagen, dass die S-Frau (Single-Frau) etwas falsch macht oder sogar zu viel richtig? Meine alte Studienkollegin, Sarah, ist eine von diesesn glücklichen Beziehungsfrauen, oder auch kurz, B-Frauen, die von einer langjährigen Beziehung in die nächste schlittern. Um eines klarzustellen, Sarah ist keine von diesen verzweifelten "Ich-kann-nicht-alleine-sein" Frauen, die immer eine schützende Schulter brauchen, um nachts schlafen zu können. Nein, sie hatte immer erfüllte Beziehungen mit tollen Männern und ist auch jetzt wieder glücklich. Hmm, das bringt mich zum Grübeln: Gibt es das B-Gen, das mir bei meiner Geburt nicht mitgegeben wurde oder nur rudimentär mutiert vorhanden ist? Ich freue mich für Sarah, aber dennoch hasse ich den Fakt, dass ich die 1000er Frage des Beziehungsjeopardy nicht lösen kann. Eine weitere Geschichte, ist mir aktuell erst passiert. Sie hat mich etwas aus der Bahn geworfen und veranlasst meine Gedanken niederzuschreiben. Vor wenigen Wochen habe ich ihn kennengelernt, DEN PRINZEN, wie ich dachte und vielleicht im Hinterstübchen immer noch denke. Ich war mit ein paar Freunden zum Dinner verabredet und da saß er, John. Ich hatte dieses Zoomeffekt noch nicht oft gespürt, aber dennoch wusste ich genau, wie er sich anfühlt - dieser Geistesblitz, der die Aufmerksamkeitsskala von 0 auf 100 hinaufschießen lässt und dazu noch ein unglaubliches Kribbeln in der Magengegend freisetzt. PENG! Und schon war es geschehen. Ich war zum dritten Mal in die böse Falle getappt. Mein Gott, du blödes Kind! Meine Alarmglocken hätten 10 mal stärker klingeln sollen, aber sie machten nichts. Wenn sie es doch nur getan hätten, dann wären die letzten Wochen um einiges entspannter verlaufen. Was ich hier schreibe ergibt keinen Sinn? Ihr müsst wissen, dass ich mich, wie breits erwähnt, einschließlich John, dreimal knallartig in jemanden auf den ersten Blick verliebt habe. Ein tolles Gefühl, dass leider jeder Vernunft widerspricht. Das Problem: jedesmal bin ich aber gerade von diesen Männern am scheusslichsten abserviert worden. John ist toll. Er sieht super aus, ist groß, dunkelhaarig und muskulös, Single und neu in der Stadt. Perfekt? Zu perfekt! Sofort hatte ich mir natürlich meine Vorurteile aufgebaut ... Macho, Frauenvernascher, Frauenverarscher. Er war von der ersten Sekunde an nett, sogar humorvoll - wir haben uns gut verstanden. Die Sache wurde dann erst kompliziert, dass das schon alles an Aufmerksamkeit war, die ich ihm liefern konnte. Die Jägerin in mir wollte es natürlich wissen...auch wenn sie keine sehr offensive ist. Mal ein Anruf hier, eine SMS da, ein Dinner dort. Es war immer sehr nett, aber dennoch ist er nie direkt auf mich eingegangen, wollte nie gemeinsam etwas mit mir, ohne unsere gemeinsamen Freunde, unternehmen. Aha! Das wars also, das Spiel war aus. Obwohl ich das wusste, konnte ich mich dennoch nicht an den Gedanken gewöhnen, dass ich dieses Spiel verloren hatte...die rosarote Brille hinderte mich zusätzlich vor einem realistischen Einschätzen der Situation. Ich machte weiter, frug weiter, wollte ihn sehen...die Jägerin wurde zur Nervensäge. Als sich dann endlich einmal die Chance ergab mit ihm, abends in einer Bar, für einige Minuten allein mit ihm zu reden, platzte die Bombe. Ich erfuhr, dass er bald die Stadt verlassen werde und mich, einen gemeinsamen Freund und Alana, eine gemeinsamen Bekannte vermissen würde. Aber warum sie? Was hat er denn mit ihr zu tun? Nur so, weil er sie mag, meinte er. Ja ja, alles klar. Der Groschen war gefallen. Alana steckt in einer, wie ich bis dato wusste, glücklichen Beziehung. Sie ist sogar im Begriff mit ihrem Liebsten zusammenzuziehen. Oh wie süß? NEIN. MEIN PRINZ steht auf eine B-Frau mit fast B-Wohnung. Das konnte nicht sein. Wieder einmal tat sich mein pessimistisches Weltbild auf und ich verfluchte jede B-Frau, einschließlich der süßen lieben Alana, die mit ihrer unbeschwerten, leichten Umgangsart jeden Mann dreimal mehr zu begeistern weiß, wie eine verbitterte S-Frau. Natürlich meinte er "Nur Freundschaft", aber leider habe ich in dieser Hinsicht das Gespür eines Wildhundes und kann erschnüffeln, wenn was Faules in der Luft liegt. Nach einigen Tagen aufmerksamer Beobachtung und zwei Bier, habe ich Alana dann auch endlich getraut zu fragen, nun ja, was denn nun sei, mit John und so. Aber sie meinte, dass da nichts läuft und nichts laufen wird. Nur schade, dass besagter PRINZ nun wie ein verliebtes Tigerchen hinter Alana "B-Frau" hinterherschlich und ich davon einen mittelstarken bis heftigen Würgereiz zu bekommen drohte. Er lud sie ins Kino ein, er rief sie an, er war überall dort, wo sie war... Moment, das kam mir doch bekannt vor. Sollte es sein, dass mein PRINZ gar kein PRINZ war, sondern nur ein gut getarnter Frosch? Oder vielleicht ist er ja der PRINZ, für sie aber wird es niemals für mich sein? Oder ist er einfach nur ihr Frosch, weil sie ihren Prinzen zu Hause hat? Was aber, wenn sie seine Prinzessin ist und er ihr Prinz? Habe ich dann schon wieder etwas verloren, bevor es begonnen hat? Und ich weiß, dass sich Frauen schneller von gutaussehenden Männern einlullen lassen können, als sie manchmal gerne wollten. Es ist immer das gleiche Lied...der Einsamkeitsblues...Ich bin es leid. Wo bleibt mein B-Gen? Nun gut...die Geschichte vom PRINZEN geht auch noch etwas weiter, hilft aber nicht der weiteren Tatsachensammlung. Die Suche geht weiter, auch wenn es immer heißt, dass man gefunden werden muss. Der Bus kommt schließlich auch immer zur Bushaltestelle. In diesem Sinne einen Guten Abend und hoffentlich freiere Gedanken.

15.8.07 04:44





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung